Der Wohlstand von damals und heute
Der Begriff Reichtum hat sich in den letzten Jahrhunderten nicht viel verändert. Was sich aber einem Wandel unterzogen hat, ist das Empfinden von Wohlstand. Gerade in den letzten 100 Jahren hat sich die Finanzwelt besonders im Bereich der „Schuldenmacherei“ extrem stark ausgeprägt. Heutzutage macht man schon für fast alles Schulden, sei es beim Kauf eines Flachbildfernsehers per Ratenzahlung bis hin zur Vorfinanzierung seines eigenen Hauses. Hypotheken werden aufgenommen, Kredite gegeben und Geld verpulvert, obwohl es gar nicht das eigene ist.
Erst die letzte Finanzkrise hat gezeigt, dass dieses System große Schwächen hat und in nur wenigen Wochen und Tagen eine Finanzwelt ins Chaos stürzen kann. Vor 100 oder mehr Jahren hätte es solch ein Ereignis, basierend auf Schuldenmacherei in diesem Ausmaß wohl nicht gegeben.
Wenn man ehrlich ist, so lebt doch sowieso fast jeder Mensch in Westeuropa im Wohlstand, egal ob Manager oder Sozialhilfeempfänger. Im Notfall hat man immer noch Essen am Tisch und ein Dach über dem Kopf. Kinder in Afrika können sich den Luxus zu den Tafeln zu gehen und dort rein zu hauen nicht leisten. Dieser Umstand bringt meiner Meinung nach das Befinden über Wohlstand und das ständige Weinen und Kritisieren über zu wenig Sozialhilfe in Europa zum Fallen.
Mittlerweile kann sich sogar fast jeder Mensch in der westlichen Welt ein Haus kaufen, auch wenn er dies fast ausschließlich mit Fremdkapital geschieht. Das Problem entsteht natürlich dann, wenn Kredite und Co. nicht zurückgezahlt werden können. Der Gläubiger wartet nicht lange, bis man dann eine Klage am Hals hat und eine Pfändung ansteht. Gerade dann, wenn man eher einen unsicheren Arbeitsplatz hat, sollte man dieses Risiko nicht eingehen, auch wenn der Baufinanzierungsrechner im Internet die heile Welt vorgaukelt.
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